Kosten einer Bestattung

Die Gesamtsumme einer Bestattung setzt sich aus drei Blöcken zusammen: Leistungen des Bestattungs­instituts, Friedhofs- und Gebietskosten sowie Kosten Dritter wie Trauerredner oder Steinmetz. Die Spannbreite ist groß.

Kostenrahmen typischer Bestattungsformen in Deutschland
Richtwerte für die Gesamtkosten typischer Bestattungs­formen.

Drei Kostenblöcke

Die Kosten einer Bestattung lassen sich in der Regel drei Bereichen zuordnen:

Leistungen des Bestattungs­instituts

Typische Positionen, die der Bestatter in Rechnung stellt:

Friedhofs- und Gebietskosten

Auf Friedhöfen fallen Gebühren für das Grab, die Beisetzung sowie für die Nutzung der Trauerhalle an. Bei Feuerbestattungen kommen Krematoriums­gebühren hinzu, bei Seebestattungen Schiffskosten und Hafengebühren, bei Naturbestattungen die Nutzungsgebühr des Bestattungswaldes.

Kosten Dritter

Ebenfalls Teil der Gesamtsumme:

Richtwerte nach Bestattungsart

Die folgenden Richtwerte sind grobe Orientierungen. Tatsächliche Kosten variieren regional und nach Anbieter erheblich.

Bestattungsart Gesamt (Richtwert) Bemerkung
Anonyme Urnenbestattung ab ca. 1.500 € ohne Grabstein, ohne Pflege
Seebestattung ca. 2.000–4.000 € mit oder ohne Begleitung
Feuerbestattung mit Urnengrab ca. 3.500–6.500 € plus Grabstein und Pflege
Erdbestattung ca. 6.000–12.000 € plus Grabstein und Pflege über Jahrzehnte
Naturbestattung (Friedwald) ca. 3.000–5.500 € einschließlich Nutzungs­recht

Was sich beeinflussen lässt

Die Kosten lassen sich erheblich steuern – ohne dass die Bestattung an Würde verliert:

Mehrere Angebote einzuholen lohnt sich. Verbraucher­zentralen empfehlen, sich vor Vertrags­abschluss von mindestens zwei Bestattungs­instituten schriftliche Kosten­voranschläge geben zu lassen.

Häufige Fragen

Was kostet eine Bestattung im Durchschnitt?

Eine durchschnittliche Bestattung in Deutschland liegt bei rund 6.000 bis 8.000 €. Die Spannbreite ist jedoch groß: von 1.500 € für eine anonyme Urnenbestattung bis deutlich über 10.000 € für eine Erdbestattung mit Grabstein und mehrjähriger Pflege.

Welche Kosten lassen sich am ehesten einsparen?

Großen Einfluss haben die Wahl der Bestattungsart, das Material von Sarg oder Urne, der Umfang der Trauerfeier, Anzeigen und Bewirtung sowie die Frage, ob Dauergrabpflege vereinbart wird.

Verzicht auf einen Grabstein oder eine schlichte Ausführung sind weitere Hebel.

Wer bezahlt, wenn keine Vorsorge besteht?

Zunächst wird aus dem Nachlass des Verstorbenen bezahlt. Reicht der nicht aus, sind nach gesetzlicher Reihenfolge die nächsten Angehörigen zur Übernahme der Bestattungskosten verpflichtet (Bestattungspflicht).

Können auch sie nicht zahlen, übernimmt das Sozialamt eine angemessene Bestattung.