Sterbegeldversicherung

Eine Sterbegeldversicherung ist eine kleine Lebens­versicherung, deren Versicherungs­summe im Todesfall an Hinterbliebene oder direkt an das Bestattungs­institut ausgezahlt wird. Sie ist eine Alternative zum Treuhandkonto, wenn keine größere Einmal­summe verfügbar ist.

Treuhandkonto und Sterbegeldversicherung im Cash-Flow-Vergleich
Einmalige Treuhand­einzahlung gegenüber laufenden Versicherungs­beiträgen über die Laufzeit.

Funktionsweise

Die versicherte Person zahlt laufend Beiträge in einen Versicherungs­vertrag. Im Todesfall wird die vereinbarte Versicherungs­summe ausgezahlt – entweder direkt an das Bestattungs­institut, an eine im Vertrag benannte Bezugs­person oder an den Nachlass.

Die Versicherungs­summe ist in der Regel zweckgebunden für die Bestattung gedacht, rechtlich aber nicht zwingend daran fixiert – das hängt von der konkreten Vertrags­gestaltung ab.

Beiträge und Versicherungs­summe

Versicherungs­summen bewegen sich typisch zwischen 3.000 € und 12.000 €. Die monatlichen Beiträge hängen ab von:

Bei langer Laufzeit kann die Summe der eingezahlten Beiträge die spätere Versicherungs­leistung übersteigen – insbesondere wenn der Vertrag erst in höherem Alter abgeschlossen wird.

Wartezeit und Gesundheits­prüfung

Viele Tarife haben eine Wartezeit von ein bis drei Jahren. Tritt der Todesfall innerhalb dieser Zeit ein, wird die volle Leistung nur bei Unfalltod erbracht; bei Krankheits­tod werden meist nur die eingezahlten Beiträge zurückerstattet.

Tarife mit Gesundheits­prüfung sind in der Regel günstiger. Tarife ohne Prüfung haben höhere Beiträge und längere Wartezeiten, sind dafür aber für ältere Menschen oder bei Vor­erkrankungen oft die einzige Möglichkeit.

Treuhand vs. Versicherung

Treuhandkonto Sterbegeld­versicherung
Einzahlung Einmalbetrag oder Raten Laufende Beiträge
Verzinsung Konservativ, eher gering Versicherungs­mathematisch
Bindung an Bestatter Direkt vertraglich verbunden In der Regel offen
Wartezeit Keine 1–3 Jahre
Auszahlung im Insolvenz­fall Geschützt Geschützt über Versicherungs­sicherung
Geeignet bei Vorhandener Einmalsumme Kein größeres Vermögen

Stolper­steine

Vor Abschluss einer Sterbegeld­versicherung lohnt sich ein Blick auf die zu erwartende Gesamtsumme der Beiträge im Vergleich zur Versicherungs­leistung. Bei freier Liquidität ist ein Treuhand­modell oder eine separate Anlage häufig wirtschaftlicher.

Häufige Fragen

Wann lohnt sich eine Sterbegeldversicherung?

Vor allem dann, wenn keine größere Einmalsumme für eine Treuhandeinlage zur Verfügung steht. Über laufende, vergleichsweise niedrige Beiträge baut sich die Versicherungs­leistung auf.

Bei freier Liquidität ist ein Treuhandmodell meist wirtschaftlicher.

Gibt es eine Wartezeit bei Sterbegeldversicherungen?

Ja, die meisten Tarife haben eine Wartezeit von ein bis drei Jahren. Tritt der Todesfall innerhalb dieser Zeit ein, wird die volle Leistung nur bei Unfalltod erbracht.

Bei Krankheitstod werden meist nur die eingezahlten Beiträge zurückerstattet.

Was ist besser: Treuhand oder Sterbegeld­versicherung?

Die Wahl hängt von der finanziellen Situation ab. Wer eine ausreichend hohe Einmalsumme verfügbar hat, fährt mit einem Treuhandkonto in der Regel günstiger und ohne Wartezeit.

Eine Sterbegeld­versicherung ist die richtige Lösung, wenn die Vorsorge ratierlich aufgebaut werden muss.